Sandskulpturen

Faszinierende Filmszenen aus Sand

Sandburgen bauen ist für Groß und Klein ein beliebter Zeitvertreib am Strand. Wer wissen will, was Künstlerhände aus diesem Material kreieren, sollte unbedingt zum Sandskulpturenfestival auf die Festwiese Binz. Erst sechs Jahre alt ist dieser bemerkenswerte Event und erneut steht das Seebad wieder im Fokus des internationalen Interesses. Immerhin treffen sich dort die besten Künstler der Welt, die sogenannten Carver, und formen aus belgischem Spezialsand ihre fantastischen Skulpturen.
Der Sand, den die Künstler für ihre einmaligen Kunstwerke benutzen ist nicht rund, sondern eckig. Das ist notwendig, sonst ließe er sich nicht mit Wasser vermischen und zu festen Blöcken pressen, aus denen das Kunstwerk gezaubert wird. Mit

  • Pinseln,
  • Sägen,
  • Schaufeln und Skalpellen

sind die Profis am Werk und arbeiten aus den soliden Blocks feinste Details heraus. Das setzt Talent und ein gutes Gefühl für Proportionen voraus.

Die zauberhafte Welt des Films

Das Festival in Binz lockt jährlich mit einem anderen Motto. In diesem Jahr heißt das Thema Film und Fernsehen. Was auf den ersten Blick etwas nüchtern wirkt, entpuppt sich beim Gang durch die Ausstellung als eine spannende Reise in die Welt von Film und Fernsehen, von den Anfängen bis zur Gegenwart.
Überlebensgroß funkelt der wilde Pirat Jack Sparrow aus dem Film „Fluch der Karibik“ dem Besucher entgegen. Hinreißend, die Ratte Rémy, die im Film „Ratatouille“ alle an die Wand kocht und nun auf ihren nächsten Auftritt am Herd wartet. Auch Filmklassiker wie „Metropolis“ von Fritz Lang sind zu bewundern. Und natürlich fehlen weder Szenen aus „Star Wars“ noch der berühmteste Zauberlehrling der Welt, Harry Potter. Aus Sand geschnittene Sequenzen lassen Filme wie

  • „Matrix“, „Avatar“, „Das Boot“, „Der Untergang“ oder „E.T.“

geradezu dramatisch lebendig erscheinen. Der faszinierte Zuschauer wartet förmlich darauf, dass ihre Figuren zu sprechen beginnen.

Als die Bilder laufen lernten

Die Ausstellung über Film und Fernsehen ist in 47 Stationen aufgeteilt. Der Besucher erfährt etwas

  • über alte Kinos in Deutschland, die immer noch Filme vorführen.
  • Über den Physiker Karl Ferdinand Braun, der die Grundlagen für das erste Fernsehgerät geschaffen hat. Auch als die Bilder noch nicht laufen konnten, sondern nur als kleines Daumenkino existierten, wird großartig in einer Szene dargestellt.
  • Und schließlich wird auch das Fernsehen durch die ungewöhnlichen Kunstwerke lebendig.

Das Team der Schwarzwaldklinik begrüßt seine Patienten, Tom jagt unermüdlich hinter Jerry her und Dieter Bohlen ist auf der Suche nach dem Superstar. Auch „Das weiße Band“ von Michael Hanke ist in dieser wundersamen Welt vertreten.

Nicht für die Ewigkeit

Dank der überdachten Fläche von 5000 Quadratmetern ist die Ausstellung vor Regen geschützt. Weniger wegen der Kunstwerke, denen können aufgrund des speziellen Sandes Regen und Wind nichts anhaben, sondern damit die Besucher trockenen Fußes durch die Ausstellung kommen.
Dennoch wissen die Künstler, dass ihre Werke nicht für die Ewigkeit sind. Anfang November, wenn der Event zuende geht, werden die faszinierenden Skulpturen wieder zu Sand. Dieser wird eingelagert, um ihn im nächsten Jahr erneut verwenden zu können. 16 000 Tonnen wurden in diesem Jahr verarbeitet, für eine mittelgroßs Kunstwerk benötigt ein Künstler rund 20 Tonnen.

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